Workshop Hinderniskennzeichnung: Ziele

Ziele des Workshops

Zunehmend werden Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamthöhe von mehr als 100 m errichtet. Entsprechend steigt der Anteil von Anlagen, welche der Kennzeichnungspflicht nach der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“ unterliegen.
Die Befeuerung erweist sich im Hinblick auf die Akzeptanz der Anwohner von WEA jedoch als teilweise problematisch. So liegen beispielsweise dem LLUR Schleswig Anwohnerbeschwerden über die nächtliche rote Befeuerung sowie über weiße Lichtblitze am Tag vor. Bislang gibt es keine rechtsverbindlichen Vorschriften zur Bestimmung der immissionsschutzrechtlichen Erheblichkeitsgrenzen der genannten Kennzeichnungsart. Um die Akzeptanz der Hinderniskennzeichnung von WEA zu erforschen, erhielt das Institut für Psychologie Zuwendungen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Referat „Wasserkraft, Windenergie und Netzintegration der erneuerbaren Energien“ und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein (LLUR Schleswig).

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern Forschungsergebnisse und Empfehlungen für die praktische Anwendung zu vermitteln. Die Ergebnisse der Diskussionen mit den Teilnehmern und der Podiumsdiskussion sollen in den Abschlußbericht des Projektes einfließen.

Berichtet wird,

  1. ob eine Belästigung durch verschiedene Tageskennzeichnungen besteht,
  2. ob sich die Akzeptanz von Kennzeichnungen an Standorten in einfacher strukturierten Landschaften (z. B. Küstenregion, geringe Bebauung) von denen in komplexeren Landschaften (z. B. hügeliges Gelände, dichte Bebauung) unterscheidet,
  3. ob die Tages-/Nachtkennzeichnungen mit und ohne Synchronisation unterschiedlich akzeptiert werden.

Projektleitung: PD Dr. Gundula Hübner & Dr. Johannes Pohl
Laufzeit: 1. August 2008 bis 28. Februar 2010

Zielgruppe des Workshops

Der Workshop wendet sich an Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung (Kommunen, Kreise), der Windenergiebranche, von Hochschulen, Verbänden und Planungsgemeinschaften sowie an interessierte Experten/innen aus dem Themenbereich erneuerbarer Energien. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 90 Personen. Die Teilnahme ist kostenlos (Mittagessen: Selbstbeteiligung); Reisekosten werden nicht übernommen. Wenn Sie an dem Workshop interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Dr. Johannes Pohl oder nutzen Sie das Anmeldeformular.

Veranstaltungsort und -zeit

Der Workshop findet am 17.2.10 im Hallischen Saal in der Burse zur Tulpe auf dem Universitätscampus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsring 5, 06108 Halle (Saale) statt. Lage und Anfahrt.




Logo des BMU BerlinBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Logo der MLU HalleInstitut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Logo des LLURLandesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein
Logo des BWEBundesverband WindEnergie e.V.